Economy-Design Hotel prizeotel in Hannover Economy-Design Hotel in Hannover

Geformter Tropfen

Die Klinkerfassade des neuen Economy-Design Hotels prizeotel in Hannover wirkt durch die breite Fensterfront mit Eingang einladend auf den Gast. Ein Highlight im Frühstücksraum ist ein aus Gipskarton geformter Tropfen – hergestellt im Hause des Emskirchner Unternehmens Vogl Deckensysteme.

Im September 2015 wurde nach 3-jähriger Bauzeit in der Hamburger Allee 50 das prizeotel Hannover-City eröffnet. Es trägt die künstlerische Handschrift des bekannten Designers Karim Rashid. Der New Yorker entwickelte für das 2-Sterne-Superior Hotel ein Konzept, bei dem seine Liebe zum Detail sowohl außen als auch innen klar erkennbar ist. Würde man es von der musischen Seite betrachten, wäre es ein Dreiklang aus hochwertigem Design und komfortabler Hotelphilosophie zu einem erschwinglichen Preis“, beschreibt er sein innerarchitektonisches Konzept. Die 212 extravaganten und minimalistisch kreierten Designerzimmer des Economy Hotels sind mit allem technischen Komfort ausgestattet.

Beginnen wir das Hotel von außen zu betrachten. Wer vor dem kubischen Klinkergebäude steht, bekommt durch die breite Fensterfront mit Eingang schon einen ersten Eindruck vom Inneren. Das farbige Interieur empfängt den Gast und bittet ihn einzutreten, in die bunte, jedoch nicht überladen wirkende Gestaltung.

Farbkonzept zum Wohlfühlen

Der Star-Designer spielt mit den Farben, die sich in ihrer Gesamtheit als gelungenes Potpourri auszeichnen und in den Tönen Gelb, Blau und Weiß überwiegen. In der Farbpsychologie soll Gelb dem Raum eine freundliche Wärme geben. Als Kontrast strahlt das kühle Blau eine sympathische, harmonisierende Wirkung aus und erzeugt im Zusammenspiel mit Weiß kein steriles Aussehen. Auch Akzente wie Lila- oder Rosatöne fließen ein und verleihen dem Interieur einen edlen Ausdruck. Damit das Bunte an den Wänden und dem Mobiliar nicht überhandnehmen, wurde der Boden dem jeweiligen Farbkonzept perfekt angepasst. – Auf der Klaviatur einer architektonischen Tonleiter wird das Innere durch gerade und geschwungene Formen geprägt, die dem Ganzen das i-Tüpfelchen aufsetzen.

Hier fühlt sich der Gast nach einer hektischen Anreise oder einer anstrengenden Sightseeingtour wohl und kann zur Ruhe kommen. In entspannter Atmosphäre beginnt der Tag im Frühstücksraum – mit Blick auf die Hamburger Allee. Blaue Wände beleben das Ambiente, zu dem der weiße Boden im Kontrast steht. Das ovale Büfett in Weiß und Gelb, hinter dem ein rosa Foto als Trennwand dient, lassen den Blick langsam nach oben schweifen. Dort hängt der Eyecatcher: ein geformter Tropfen.

Befestigt wurde an der Decke ein aus Gipskarton gefertigtes Deckensegel. Die Anbringung der geviertelten und baustellengerecht verpackten Formteile übernahm das Trockenbauunternehmen Heinz Mänz Ausbau GmbH aus Hannover unter Leitung des Projektleiters Dirk Hoffmann.

Objektart: Hotel
Abschluss:
2015
Vogl Produkte: Akustiksegel
Fotograf: Torsten Elger

Designer: Karim Rashid, New York, USA
Trockenbauunternehmen: Heinz Mänz Ausbau GmbH, Hannover

Geschwungenes Deckensegel

Vor der Montage des Blickfangs erfolgte die Ermittlung der optimalen Schallabsorption im Raum. Besonders große Räume, wie Lobby oder Restaurant, benötigen ein Akustiksystem mit hoher Schallaufnahme. Denn, um den Schall zu mindern, werden bei der akustischen Raumplanung eben nicht nur Boden, Fenster und Türen, sondern auch Wand und Decke einbezogen. Für eine effektive Schallminderung wird Gipskarton eingesetzt, der überdies als umweltfreundliches und leicht zu verarbeitendes Material einen weiteren Vorteil mit sich bringt. Dirk Hoffmann, Projektleiter, ergänzt: „Die Schallabsorptionswerte für die Decke sind genauso maßgeblich wie die Nachhallwerte.“

So wird der Raumeindruck nicht ausschließlich vom Direktschall beeinflusst, sondern auch vom Verhältnis zwischen frühen und späten Reflexionen (Klarheitsmaß) – und deren Einfallsrichtung (Seitenschallgrad).

Unter Berücksichtigung aller Vorgaben wurde dann im mittelfränkischen Unternehmen das mehrteilige Deckensegel mit integrierter Lichtvoute angefertigt. „Deckensegel sind in der Innenarchitektur eine Möglichkeit für eine akustische Lösung. Sie sehen gut aus und bringen Schwung unter die Decke. Ein Pluspunkt bei den Architekten: Sie sorgen für ein Höchstmaß an Gestaltungsfreiheit“, drückt es Benedikt Roos, Produktmanager im Hause Vogl aus.

Deckensegel gibt es in unterschiedlichen Formen, wie beispielsweise rechteckig, viereckig, rund oder oval. Denn sie lassen sich aufgrund ihres Materials konkav oder konvex formen und werden in den vorgegebenen Maßen ab Werk angefertigt sowie bereits dort zusammengebaut. Das ist wichtig, um zu sehen, ob alle zusammengehörenden Teile auch passgenau verarbeitet worden sind. Anschließend werden sie versandfertig verpackt, sodass sie auf der Baustelle nur noch an einer tragfähigen Unterkonstruktion befestigt werden müssen.

Baustellengerechte Segmentverpackung

In diesem Fall wurden unter dem Deckensegel ungelochte große Gipskartonplatten montiert, um in weiteren Arbeitsschritten die einzelnen maßgefertigten Teile des Tropfens zu befestigten. „Maßhaltigkeit war beim Montieren sehr wichtig, sowie auch die Beachtung des Schnittpunkts. So musste zum Beispiel die Anpassung an die bauseitige Stütze, die mittels einer kreisrunden Aussparung schon ab Werk in der Konstruktion vorgefertigt war, millimetergenau und angleichend zur Höhe der umlaufenden Decke eingefügt werden“, schildert Hoffmann den Einbau. Obendrein war in den Montagevorgang noch der Wechsel der Lichtvoute von innen liegend nach außen liegend einzubeziehen.

Die individuell gefertigten gebogenen Formteile bestanden aus 2 Viertelschalen mit einem Maß von 6,80 m und weiteren zur Montage vorgesehenen Formteilen. Aufgrund der Vormontage und ihrer baustellengerechten Segmentverpackung konnten sie leicht und schnell vom ausführenden Trockenbauunternehmen angebracht werden.

Sich bei der innenarchitektonischen Gestaltung für Deckensegel zu entscheiden, heißt eben nicht nur, einen wunderschönen Akzent zu setzen. Deckensegel sind dann die erste Wahl, wenn beispielsweise die Altdecke ergänzt werden soll. Aber auch nachträgliche Deckeneinbauten wie ein Kühl- oder Heizsystem lassen sich mit Deckensegeln realisieren. Ein weiterer Vorteil: Sie lassen sich mit ungelochten und gelochten Gipskartonplatten kombinieren. Und wer gerne auf Farbe setzt, der bekommt sie auch coloriert.

Freude macht es, den Tag in einem hellen und freundlichen Ambiente zu beginnen. So ist das raumabschließende Element aus dem Hause Vogl Deckensysteme nicht nur ein absoluter Eyecatcher, sondern es steigert den Wert der Immobilie durch Form, Farbe und Funktion.

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