Sankt Jakobskirche in Nürnberg Sankt Jakobskirche in Nürnberg Sankt Jakobskirche in Nürnberg Sankt Jakobskirche in Nürnberg Sankt Jakobskirche in Nürnberg

Im Zeichen der „Jakobsmuschel“

Eine Kuppel in Form einer Muschel ziert die Räumlichkeiten der neu gestalteten Sankt Jakobskirche in Nürnberg. Die sogenannte “Muschelkuppel” wurde im Werk des Emskirchner Herstellers Vogl Deckensysteme angefertigt. Mitarbeiter, des auf ausgefallene 3D-Formteilkonstruktionen spezialisierten Unternehmens, waren bereits seit Beginn der Planungsphase eingebunden.

Das historische Gotteshaus feierte am 7. Dezember 2014 mit einem Festgottesdienst seine Wiedereröffnung der Jakober Gemeinderäume. Der Nürnberger Architekt Roland Nörpel, dem die Planung oblag, fasst das so zusammen: “Der Haupteingang erstrahlt in frischem Glanz wie auch die restlichen Räume: das Pilgerbüro, der kleine Saal und der große Saal mit Akustikdecke und seiner prächtigen „Muschel“, die eine Jakobsmuschel stilisieren soll. Das dreischiffige Gotteshaus, traditionell erbaut mit Quadern aus Nürnberger Burgsandstein, zeigt sich mit einer Innenfassade, die von gotischen bleiverglasten Rund- und Spitzbogenfenstern und Maßwerkfenstern akzentuiert wird. In einer neunmonatigen Ausbau- und Umbauphase wurden im letzten Jahr auf einer ca. 900 m² großen Fläche die denkmalgeschützten Räume des dreigeschossigen Kirchengebäudes, mit einer umweltfreundlichen Heizung, einem Aufzug, Sanitäranlagen und einem Saal, ausgestattet. Auftraggeber für die erforderlichen Baumaßnahmen war die Kirchengemeinde Sankt Jakob zusammen mit dem Kirchenbauamt Evang.-Luth. Gesamtkirchengemeinde Nürnberg. Die Bauleitung oblag Gerhard Trübenbach von ibt - Ingenieurbüro Trübenbach aus Nürnberg. 

Unterstützung während der Planungsphase

Nach der Formgebung der Konstruktion durch den Architekten in 3D wurde bereits in einer frühen Phase die Machbarkeit in Trockenbau mit Vogl Deckensysteme überprüft. Armin Götzinger, Vogl-Objektberater, wirkte von der Konzeption der Muschelkonstruktion bis zur Ausführung durch das Nürnberger Unternehmen MJM GmbH Decken- und Trennwandsysteme unterstützend mit.

Zur Bestimmung der millimetergenauen dreidimensionalen Konstruktion wurde vom Ingenieurbüro Oehmke und Herbert aus Nürnberg ein verformungsgenaues Aufmaß der bestehenden, tangierenden Bauteile erstellt. Auf der Grundlage der überarbeiteten Form des Architekten erfolgte nun die konstruktive Durchbildung durch Vogl Deckensysteme.

„Gerade im Bereich Sonderformteile, wenn jedes Bauteil eine Maßanfertigung ist, freuen wir uns, wenn ein Architekt bereits in der frühen Planungsphase an uns herantritt. Wir haben ein Team von Spezialisten für genau diese Anforderung. Meine Mitarbeiter helfen bei kundenspezifischen Sonderlösungen vom leichten Stahlbau bis hin zu amorphen Formen weiter“, sagt Vertriebsleiter Olaf Thiele vom Emskirchner Deckenhersteller.

Objektart: Kirche
Vogl Produkte: VoglAdsorperplatte, Spachtelfuge, Sonderformteile
Abschluss: 2014
Fotograf: Thilo Jaeckel

Architekt: Roland Nörpel, Nürnberg
Bauleitung: ibt - Ingenieurbüro Trübenbach, Nürnberg
Trockenbauunternehmen: MJM GmbH Decken- und Trennwandsysteme, Nürnberg

Blickfang Kuppel

So erfolgte bereits im Werk Vogl Deckensysteme die Herstellung der mehrteiligen Sonderanfertigung. Der Trockenbaufachmonteur bekommt das Gesamtbauteil in transportable Stücke zerlegt direkt auf die Baustelle geliefert: nicht nur die komplett vorgefertigte Unterkonstruktion aus Stahl in Einzelteilen, sondern zudem auch noch die gesamte passgenaue Beplankung in Form von nummerierten Gipsplattenzuschnitten.

Die Ausführung der Trockenbauarbeiten erfolgten in der Zeit von September bis November 2014 durch Lorenz Marzell und seinem MJM-Team.

Die Kuppel in den Maßen von ~7500 b~ 4500 mm und einer Stichhöhe von 3500 mm wurde auf einer Fläche von 90 m² verbaut.

Zuerst musste die mehrteilige 3D-Konstruktion mit ihren passgenauen Einzelteilen an der vorhandenen Holzkonstruktion befestigt und abgehängt werden. Im nächsten Schritt wurde die Beplankung aus Gipsplattenzuschnitten angeschraubt. Lorenz Marzell beschreibt das Vorgehen so: „Die Arbeit mit den ab Werk vorgefertigten Formteilen macht vieles einfacher. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt. So mussten wir nur noch die genaue Positionierung finden, um die Konstruktion an das bestehende bleiverglaste Sandsteinkirchenfenster einzupassen. Nachdem alles verspachtelt war montierten wir noch die gelochte Gipskartondecke mit Schattenfuge, in die sich Revisionseinbauten mit wechselndem Licht, Lautsprecher, Medientechnik und Luftschlitzauslässe integrieren.“

“Die Parabel ähnelt in Ihrer Form einer Muschel und ist zugleich eine mit dem Gleichnis verwandte Form von Literatur: eine lehrhafte und kurze Erzählung, die den Betrachter zum Nachdenken und auch eine Erkenntnis bringen soll”, berichtet Nörpel von dem Ergebnis und so hat diese außergewöhnliche Kuppelkonstruktion eine sehr nachhaltige Wirkung für ihn: „Das gotische Maßwerkfenster, das die Helligkeit in den Raum einlässt und ein wohltuendes Ambiente versprüht, macht es erlebbar für die Gemeinde.“ 

So sind Sonderformteile Elemente des individuellen gestalterischen Ausdrucks, die sich als Blickfang präsentieren und die Immobilie durch Form, Farbe und Funktion bereichern.

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