Gemü Dome in Niederhall-Waldzimmern Gemü Dome in Niederhall-Waldzimmern Gemü Dome in Niederhall-Waldzimmern

Denken, Handeln, Innovation

Das außergewöhnliche Bauwerk nennt sich GEMÜ Dome. Es ist die Version einer anspruchsvollen Industriekultur und befindet sich in Niederhall-Waldzimmern. Als Innovationszentrum kreiert, ist innen die imposante Wellendecke ein Highlight. Diese lieferte der Emskirchner Hersteller Vogl Deckensysteme.

Das siebengeschossige Gebäude am Fritz-Müller-Platz 1 in Niederhall-Waldzimmern wird von einer Art „Leuchtturm“ akzentuiert. Vom oberen Geschoss hat man einen herrlichen Blick auf die Landschaft. Zwei Edelstahl-Säulen, für die Zu- und Abluft, die sich links und rechts an die Treppe schmiegen, weisen den Weg zum Eingang.

Der GEMÜ Dome ist ein Bauwerk, das widerspiegelt wie sich Industrie und Kunst zu einer Einheit verknüpfen: modern, viel Glas und Holz. Der Betrachter nimmt zuerst den roten und grauen Schriftzug wahr. Erst später wandert sein Blick zu der sich auffächernden Fassade. Vor der Pforte liegt ein roter Teppich, der den Besucher zum Eintreten einlädt.

Dome ist eine andere Bezeichnung für Kuppel, deren Turmspitze sich dreht. Hier arbeitet er ,jener Schöpfergeist, der durch seine 3D-Animations-Eingangsfassade ausdrückt, dass Denken, Handeln und Innovation die Unternehmensphilosophie stützen. Diese Kunstfassade mit ihren fließenden Übergängen stilisiert mit Grafiken und Plastiken den technischen Fortschritt. Wenngleich die Augen des Betrachters an der eindrucksvollen Bilderwelt haften, zieht der Turm, der sich aus dem Mittelpunkt des halbierten Gebäudekreises emporhebt, magisch an. An der rechten Front der Fassade nimmt das „größte Ventil der Welt“ seinen Platz ein! Was sich bereits außen imposant darstellt, findet sich auch im Inneren als offene Holzkonstruktion wieder. Die Gebrüder Müller Apparatebau sind seit über 45 Jahren in der Ventilbranche tätig. Zeitgeist aber auch Offenheit prägen das Unternehmen.

Des Rätsels Lösung liegt im Innern

Bauherr Fritz Müller ließ ein Objekt verwirklichen, das sich als Ideenschmiede präsentiert.Die Planung führte Susanne Vogelsang vom Schweizer Unternehmen Max Vogelsang AG aus Wohlen, das für die Verarbeitung Stahlbeton und Holz wählte, aus. Die Bauleitung und Statik dieses „Kunstwerks“ stammte vom Ingenieurbüro Erich Schwarz aus Künzelsau. Die Bauprojektleitung oblag Karin Feinauer, Fritz Müller Apparatebau und der Rohbau der ARGE Werner Feinauer u. Töchter GmbH und Schwarz GmbH ausHollenbach/Stachenhausen. „Der Neubau entstand in der Zeit von 2008 bis 2009. Wobei für das gesamte Objekt 13 Monate inklusive Ideenfindung benötigt wurden. Die Ausführung des dritten und vierten Obergeschosses wurde von IP21 aus Aalen geplant und umgesetzt. Den Innenausbau machte Christina Deinet und August Schmid. Allein für das drehende Obergeschoss wurde ein Jahr beansprucht“, erklärt Karin Feinauer und flicht ein: „das wurde von GEMÜ Mitarbeitern konstruiert und ausgeführt. So sei der gebäudeüberragende Turm eine architektonische Besonderheit, unterstreicht Feinauer. Das Dachgeschoss als leichte Stahl-Holzkonstruktion erbaut, dreht sich. Um die Sonneneinstrahlung optimal zu nutzen, wurde auf dem um ca. 20° geneigten Dach eine Photovoltaik-Anlage installiert. So folgt die Turmspitze dem Lauf der Sonne. Die Bauprojektleiterin betont: „Hierfür verarbeitet die Steuerung Informationen über den Sonnenauf- und untergang sowie auch aktuelle Wetterinformationen, beispielsweise Temperatur, Windgeschwindigkeit oder Luftfeuchtigkeit. Alle Berechnungen und die Programmierung der Steuerung zur exakten Sonnennachführung wurden über unseren hausinternen Steuerungsbau durchgeführt. Ist die Sonne untergegangen, wird die Kuppel automatisch in die Startposition für den nächsten Morgen gebracht. Über ein zusätzliches Bedienpanel kann die Kuppel auch individuell gesteuert werden.“

Die Energieversorgung der drehbaren Kuppel wird über einen Schleifring im Zentrum des GEMÜ Dome realisiert. Dieser überträgt mittels 71 Strombahnen von 400 Volt Starkstrom von der Photovoltaikanlage auf EDV, Gebäudetechnik und Telefon, Fernsehen sowie den Ethernetkabeln für die Steuerung, die von unten nach oben geführt werden.

Objektart: Bürogebäude
Bauleitung: Ingenieurbüro Erich Schwarz, Künzelsau
Vogl Produkte:
VoglAdsorperplatte, VoglSpachtelfuge, Formteile
Fotograf: Thilo Jaeckel

Abschluss: 2009
Planung: Max Vogelsang AG, Schweiz
Trockenbaufachunternehmen: Drazenko Ilibasic, Heilbronn-Biberach
Größe: 175 m²

Optimale Luft und Raumklima

Eine weitere Besonderheit in dem Bauwerk sind die raumabschließenden Elemente unterhalb des Chefbüros. In diesem wurde die VoglAdsorperplatte auf 175 m² von dem Trockenbaufachunternehmen Drazenko Ilibasic aus Heilbronn-Biberach verbaut. Dieses Produkt empfiehlt sich besonders für große Räume, in denen eine optimale Akustik und eine Lärmminderung benötigt wird“, plaudert Benedikt Roos, Produktmanager im Hause Vogl Deckensysteme, aus dem Nähkästchen. Mit diesem Produkt wird dem ausführenden Unternehmen ein Erzeugnis an die Hand gegeben, dass diese erforderlichen Eigenschaften in sich vereint, und obendrein nimmt es noch die „dicke Luft“ auf!

Raumluft und Raumklima können sich stark auf den Menschen auswirken. Ein gesundes Raumklima setzt sich aus vielen Einflüssen zusammen. Dabei spielen nicht nur das Zusammenwirken von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftqualität und Luftbewegung eine Rolle. Auch das Zusammenspiel von physikalischen, biologischen und chemischen Faktoren, indem selbst die Innenraumluftfeuchtigkeit berücksichtigt wird. Bekanntermaßen fühlt sich der Mensch nur in einem Luftgemisch aus 78 Prozent Stickstoff, 21 Prozent Sauerstoff, 0,03 Prozent Kohlenoxid und 0,93 Prozent Edelgase sowie einer Raumtemperatur, die zwischen 21° bis 22° Celsius liegt, besonders wohl. Stimmt das Raumklima hat, das Auswirkungen auf das menschliche Immunsystem und steigert das berufliche Leistungspotenzial. Kurz angemerkt: Knapp einen Liter Wasser verdampft eine sitzende und bis zu 2,5 Liter eine aktive Person am Tag. Experten empfehlen daher eine Luftfeuchte von 50 Prozent.

Der Emskirchner Deckenhersteller bietet eine riesige Auswahl an unterschiedlichen Akustikdesignplatten an. Aus diesem vielfältigen Sortiment können Architekten und Planer für jede Raumsituation das Passende finden.

Aufwändige Spachtelarbeiten

Die Akustikplatten in den Maßen 1200x2000x12,5 mm, haben ein Lochbild 8/15/20 Rund und sind mit einem rückseitig kaschierten weißen Akustikvlies versehen. Ihr Lochflächenanteil liegt bei 9,5 %. Roos flicht dazu ein: „Unsere Akustikdesignplatten liefern wir automatisch immer und ohne Aufpreis als Adsorperplatte mit Luftreinigungseffekt aus.“ Als erstes befestigt der Trockenbaufachmann die Gipskartonplatten an einer drucksteifen, planebenen Unterkonstruktion. Anschließend werden nach der Plattenmontage noch eventuell auftretende Höhenversätze korrigiert. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten zur Ausführung einer Fuge, wie beispielsweise die VoglFuge und die Klebefuge. In diesem Fall wandte der Trockenbaufachmann die herkömmliche Technik der Spachtelfuge an. Zuerst rührte er das Spachtelmaterial an. Anschließend befüllte er eine Kartusche, um damit die Fugen satt auszuspritzen. „Um eine hohe Fugenfestigkeit zu erreichen, muss sich ein ‚Pilz’ auf der Rückseite der beiden Platten bilden“, schildert der Produktmanager das Vorgehen. Vor der Aushärtung der Masse und dem Einsetzen der Trocknung wird mit dem Spachtel alles Überstehende entfernt. Nun können Fugen und Schraubköpfe mit Spachtel- oder Finishmaterial nachgespachtelt werden. Vor diesem Arbeitsvorgang sollten jedoch an der Fuge liegende Lochreihen abgeklebt sein. Sind aufgrund der Spachtelmasse Löcher verschlossen, werden diese mittels Lochplattenrad wieder geöffnet. Der Handschleifer, mit dem der Bereich der Fugenverspachtelung verschliffen wird, kommt erst nach vollständiger Trocknung zum Einsatz.

Wellendecke mit Zylinder

Schmuckstück im Dachgeschoss der Kuppel ist das Chefbüro. Eine Wendeltreppe führt nach oben. Im Kontrast zur silberfarbenen Akustikwandverschalung stehen der Eichenparkettboden sowie der dunkle Teppichboden um den Schreibtisch. Unterstrichen wird das Ambiente von einer Wellendecke mit Rotunde, in der eine integrierte Lichtdecke, schwebt. Vogl Deckensysteme bietet dabei nicht nur unterschiedlichste Gewölbearten, Kuppeln oder gebogene Segmente, sondern auch konvexe oder konkave Formen. Diese individuellen nach Kundenwünschen entwickelten Einbauten erfordern vom Trockenbaufachunternehmen ein Höchstmaß an handwerklichem Geschick.

Diese Konstruktion wird mit einem hohen Vorfertigungsgrad ab Werk ausgeliefert und in Einzelteilen zur Endmontage auf die Baustelle gebracht. Vor dem Anbringen der Wellendecke aus Gipskarton, inklusive der Aufkantungen, Lichtvouten und vorgefertigten Endstücken, wird an der Rohdecke eine Unterkonstruktion mit gebogenen CD-Profilen befestigt. Denn nur so lassen sich die Einzelteile passgenau zusammenfügen. Krönung dieser anspruchsvollen Deckenkonstruktion ist ein zylinderförmiges Gipskarton-Formteil mit runden Lamellen. Sowohl in die Wellendecke als auch in den Zylinder sind Lichtelemente eingebaut, die dem Raum eine angenehme Atmosphäre verleihen.

Am Ende der Trockenbauarbeiten bieten diese Decken absoluten Wohlfühlcharakter und steigert den Wert der Immobilie aufgrund von Form und Funktion dauerhaft.

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