Erika-Fuchs-Haus in Schwarzenbach a. d. Saale Erika-Fuchs-Haus in Schwarzenbach a. d. Saale Erika-Fuchs-Haus in Schwarzenbach a. d. Saale Erika-Fuchs-Haus in Schwarzenbach a. d. Saale

Gefaltete Decke

Das neue Erika-Fuchs-Museum | Museum für Comic und Sprachkunst in Schwarzenbach a. d. Saale ist ein informativer Treffpunkt für Freunde von Entenhausen und seine Bewohner. In dem Gebäude sind verschiedene Akustikdesigndecken aus dem Hause Vogl Deckensysteme verbaut. Ein absoluter Blickfang ist eine gefaltete Decke im Obergeschoss.

Nur ein paar Schritte von der Altstadt entfernt, am Max-Platz, befindet sich das Museum mit seinem großen Blickfenster. Das zentralgelegene Bauwerk mit dem begrünten Dach fügt sich durch seine Kubatur in das Straßenbild ein – als wäre es schon immer da gewesen. Auf Podesten stehende Grafiken bitten den Besucher, einzutreten.

Mit diesem Neubau erinnert die Stadt Schwarzenbach a. d. Saale an ihre bekannteste Bewohnerin: Dr. Erika Fuchs. Die promovierte Kunsthistorikerin lebte von 1933 bis 1984 hier und wurde durch ihre genialen Wortschöpfungen berühmt, die weit über 40 Jahre die Sprechblasen der Comics aus Entenhausen füllten.

Die Planung eines Ausstellungsgebäudes, dessen Flächen für eine Dauer- und Sonderausstellung genutzt werden und sich in Verwaltungs- und Lagerräume integrieren“, waren die Anforderungen des ausgeschriebenen Wettbewerbes. Auf einer Bruttogrundfläche von 1.537 m² und einer Hauptnutzfläche von 931,90 m² erstreckt sich das Gebäude. In dessen Inneren spiegelt sich das ganze Leben und Werk der berühmten „Texterin“ wider und wird durch sein erfrischendes Ambiente zu einem beliebten Treffpunkt für Comic-Freunde.

Die innenarchitektonische Ausführung

Die Unterbringung aller Bereiche aufzunehmen und das Gebäude in die Umgebung kompromisslos einzugliedern, war die Aufgabe des Architekturwettbewerbes 2011. Gewonnen und mit der Ausführung der Umsetzung betraut wurde der Karlsruher Architekt Dominik Burkard vom Planungsbüro für Baukunst. Die Bauleitung oblag dem Hofer Architekturbüro ghsw Architekten. Die Ausstellungskonzeption realisierte das Berliner Unternehmen m.o.l.i.t.o.r. ART IN MOTION.

Nach dreijähriger Bauzeit öffnete im August 2015 das mehrgeschossige Gebäude seine Pforten. Aufgrund seiner energetischen Konzeption besteht die Außenhülle aus einem Mineralwolle-Wärmedämmverbundsystem und einem Außenputz mit einem verwaschenen, einen Millimeter dicken Kratzputz mit Glassplittereinstreuung, der einen weißen Anstrich erhielt.

Bereits das Erdgeschoss empfängt den Besucher mit einer fließenden Raumwirkung. Der Haupteingang befindet sich im Südwesten und führt zum Freibereich im Nordosten. Der großzügige Shop- und Kassenbereich, wie auch die Sonderausstellung und der Klassenraum bilden einen zentralen Punkt.

Objektart: Museum
Vogl Produkte: VoglThermotec Spachtelfuge, GSG4-Fuge
Abschluss: 2015
Fotograf: Dirk Altenkirch

Architekt: Dominik Burkard, Karlsruhe
Bauleitung: Architekturbüro ghsw Architekten, Hof
Ausstellungskonzeption: m.o.l.i.t.o.r. ART IN MOTION, Berlin
Trockenbauunternehmen: M & M Innenausbau, Berg

Genial Schnell Geschraubt mit der GSG4-Fuge

Als Deckensystem verlegte der Trockenbauer Markus Opitz (M & M Innenausbau, Berg) im Eingangsbereich eine luftreinigende Akustikdesigndecke, System GSG4-Fuge: Genial Schnell Geschraubt, mit integrierten Lichtelementen und Revisionsklappen. GSG4 ist das verbesserte Verfahren der Spachtelfuge und zeichnet sich durch vier stabile Stoßkanten aus, die als Falz die Akustikdesignplatte umlaufen. Das Produkt – in allen gängigen Lochbildern erhältlich – bietet dem Verarbeiter den Pluspunkt, dass es schnell montiert und wenig aufwändig verspachtelt werden kann. Zudem ermöglichen die stabilen Stoßkanten einen geringeren Verschnitt in den Randbereichen. Die Kanten sind schon ab Werk spachtelfertig vorbereitet, d. h. gebrochen und grundiert. Das anwenderfreundliche Produkt ist aus der Praxis für die Praxis entwickelt worden und wird, wie bei allen Deckensystemen, zuerst an einer drucksteifen und planebenen Unterkonstruktion von der Mitte aus Stoß an Stoß verlegt. Sollten bei der Nachkontrolle Höhenversätze auftreten, werden bedarfsweise die Schrauben nachjustiert, um abschließend mittels Kartusche die Fuge auszuspritzen.

In das Obergeschoss, das sich als Rundgang dem Besucher erschließt, führt eine großzügige Haupttreppe zur Dauerausstellung. Aber auch ein Personenaufzug verbindet die Geschosse miteinander. „Die Besonderheit des Neubaus zeichnet sich folgendermaßen aus: Eine Achse im Erdgeschoss ist als öffentlicher Flur ausgebildet und verbindet so den öffentlichen Max-Platz auf der Vorderseite mit der rückwärtigen Sitzstufenanlage des Außenbereiches. Mit dieser Achse sind alle Haupträume verknüpft. Die Ausstellung im Obergeschoss ist mit ihren fünf Räumen als Enfilade ausgebildet. Über das Fenster im ersten Obergeschoss wird ein visueller Bezug zum Max-Platz hergestellt. Die Verwaltung bildet den Kopf des Gebäudes und sitzt unter dem Dach. Prägendstes Element ist die gefaltete Dachlandschaft, welche sich auf die darunterliegenden Museumsräume bezieht.“, beschreibt es Architekt Dominik Burkard.

Gefaltete Decke schmückt das Obergeschoss

Das Obergeschoss ziert eine gefaltete VoglThermotec-Decke, System Spachtelfuge. Diese wird dann eingebaut, wenn neben einer perfekten Akustik auch die Räume temperiert werden sollen. Die Decke punktet nicht nur mit einer Schadstoff adsorbierenden Ausführung, sondern ebenfalls durch ihre Wärmeleitfähigkeit von λ ≥ 0,25 W/(m*K). Nicht ganz einfach war das Montieren der aus Gipskarton bestehenden Platten. Dazu sagt der Architekt Dominik Burkhard: „Wenngleich sehr viele Einbauten und Zwänge in der Aufbauhöhe bestanden, konnte dennoch ein Deckenspiegel, wie es sich in dieser Dachfaltung auszeichnet, umgesetzt werden. Durch seine Gestaltung erfüllt er alle technischen Anforderungen, indem die Raumwirkung im Vordergrund steht.“ Damit die Deckendreiecke ihre klimatische Funktionsfähigkeit erfüllen, sind die Teile zuerst ausgemessen und als Formteile vom Hersteller individuell angefertigt worden. Armin Götzinger, der zuständige Objektberater aus dem Hause Vogl Deckensysteme, empfahl zudem die Deckenflächen mit Schattenfugen auszuführen, weil das Deckensystem Kälte und Wärme und somit einem erhöhten Schwind- und Ausdehnungsverhalten ausgesetzt ist.

Nach dem Befestigen der ökologischen Gipskartonplatten an einer drucksteifen, planebenen Unterkonstruktion wird das angerührte Spachtelmaterial in eine Kartusche gefüllt und die Fugen satt ausgespritzt. „Um eine möglichst hohe Fugenfestigkeit zu erreichen, muss die Fuge vollständig mit Spachtelmaterial ausgefüllt werden“, so Produktmanager Benedikt Roos von Vogl Deckensysteme. Vor dem Aushärten der Masse und dem Einsetzen des Trocknungsvorgangs werden mit einem Spachtel die Überstände abgestoßen. Im nächsten Schritt klebt der Trockenbaufachmann die nahe dem Fugenbereich liegenden Lochreihen ab. Jetzt können die Fugen mit Finishmaterial nachgespachtelt werden. Sollten durch die Spachtelmasse Löcher verschlossen sein, werden diese mit einem Lochplattenrad wieder geöffnet. Nachdem die vollständige Trocknung der Verspachtelung erfolgt ist, wird dieser Bereich abschließend mit dem Handschleifer bearbeitet. 

Die raumabschließenden Elemente von Vogl Deckensysteme präsentieren sich als absoluten Eyecatcher und steigern so den Wert der Immobilie durch Form, Farbe und Funktion.  

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